Guten Tag Besucher,
| heute, am 8. Mai, jährt sich zum 80. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Dieser Tag erinnert uns an die Befreiung vom Nationalsozialismus und an das unermessliche Leid, das durch Krieg, Gewalt und Hass verursacht wurde. Millionen Menschen wurden entrechtet, verfolgt, ermordet – weil sie jüdisch waren, eine Behinderung hatten, weil sie anders liebten, anders dachten oder einfach nicht in das menschenverachtende Weltbild passten. Dieser Tag mahnt uns: Nie wieder. Nie wieder Krieg. Nie wieder Ausgrenzung. Nie wieder Gewalt gegen die Schwächsten. Unsere Arbeit bei Zartbitter Münster ist heute wichtiger denn je. Denn sexualisierte Gewalt geschieht oft im Verborgenen – aber ihre Auswirkungen sind tief und langfristig. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Wir hören zu. Wir begleiten. Wir machen sichtbar, was nicht gesehen werden will. Gerade heute tragen wir Verantwortung: für eine offene, respektvolle Gesellschaft. Für Schutzräume, in denen Menschen sicher sind – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung oder Lebensweise. Lasst uns gemeinsam Haltung zeigen. Für Frieden, für Gerechtigkeit, für Menschlichkeit. Ihr Team der Beratungsstelle Zartbitter in Münster
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| | Personelle Veränderungen | Leider verlassen uns Nicole Feldmann und Esther Lüer. Sie zieht es weiter in andere Gefilde und Selbständigkeit.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns von unseren Kolleginnen, die unsere Beratungsstelle mit Herz, Fachlichkeit und Engagement bereichert haben. Ihr Ausscheiden hinterlässt eine spürbare Lücke – für das Team, für die Menschen, die sich an uns wenden, und für alle, die mit uns zusammenarbeiten. Gleichzeitig blicken wir nach vorne: Auf die neue Stellenausschreibung haben sich sehr viele beworben und derzeit laufen die letzten Vorstellungsgespräche. Wir sind zuversichtlich, bald eine gute Nachfolge zu finden. Dennoch spüren wir aktuell die Herausforderung einer knappen Personaldecke bei steigenden Anfragen. Umso mehr sind wir dankbar für den Zusammenhalt im Team und die Unterstützung, die wir von so vielen Seiten erfahren. Liebe Nicole, liebe Esther, wir danken euch von Herzen für eure wertvolle Arbeit, eure Empathie und euren Einsatz. Ihr habt Spuren hinterlassen, und wir wünschen euch alles Gute für euren weiteren Weg! Gleichzeitig gibt es auch einen erfreulichen Neuzugang: Wir begrüßen unsere Kollegin Fereshteh im Verwaltungsbereich, die seit Januar bei uns ist! Ihre Unterstützung schafft wertvolle Entlastung für unser Team und gibt uns mehr Raum für die eigentliche Beratungsarbeit – ein wichtiger Schritt in Zeiten wachsender Anfragen und Herausforderungen. |
| | Spendenaktion der Westfälischen Nachrichten
| Diese große Spendensumme ist in 2024 von den Lesenden der Westfälischen Nachrichten für uns gesammelt worden. Wir werden das Geld für eine noch inklusivere Ausstattung der Beratungsstelle verwenden. So werden z.B. Ausbildungskosten für Gebärdensprache und Gebärdendolmetschende übernommen, eine barrierefreie Eingangstür eingebaut und eine bessere Akustikausstattung in den Räumen für Menschen mit einer Hörschädigung wird angeschafft. |
| | Bleiben wir bei den Socialmediakanälen? | Meta hat beschlossen, die Zusammenarbeit mit externen Faktenprüfer*innen zu beenden und stattdessen auf sogenannte "Community Notes" zu setzen.
Externe Faktenprüferinnen haben bisher Inhalte auf ihre Richtigkeit geprüft. Jetzt machen das die Nutzerinnen selbst – das kann unsicher sein. Manche Beiträge können falsche oder irreführende Informationen enthalten, ohne dass sie richtig überprüft werden. Politische Inhalte werden wieder sichtbarer. Das kann dazu führen, dass gezielte Desinformation mehr Einfluss bekommt.
Argumente für die Nutzung von Facebook & Instagram: Reichweite & Zielgruppen: - Facebook und Instagram haben über drei Milliarden Nutzer*innen weltweit. Viele Menschen informieren sich dort über soziale Themen.
- Gerade vulnerable Gruppen oder Betroffene können über diese Plattformen auf unsereArbeit aufmerksam werden.
Aufklärung & Gegenöffentlichkeit: - Wir können unsere Botschaften in ein Umfeld bringen, in dem oft Desinformation und Hass verbreitet werden.
- Soziale Netzwerke sind nicht nur Sprachrohr für problematische Akteure – sie können auch für Aufklärung und Prävention genutzt werden.
Netzwerke & Sichtbarkeit: - Viele Organisationen, Medien und Fachkräfte nutzen diese Plattformen. Eine Abwesenheit könnte dazu führen, dass unsere Anliegen weniger sichtbar sind.
Zielgerichtete Kampagnen: - Facebook und Instagram bieten effektive Werkzeuge, um gezielt Menschen zu erreichen, die sich für unsere Themen interessieren.
Argumente gegen die Nutzung: Unterstützung eines problematischen Konzerns: - Meta (Facebook, Instagram) steht für Datenschutzverletzungen, algorithmische Verzerrungen und problematische Inhalte.
- Wer die Plattformen nutzt, trägt indirekt zur Stärkung des Konzerns bei.
Algorithmen & Filterblasen: - Kritische Inhalte werden oft schlechter plaziert als reißerische oder polarisierende Posts.
- Unsere Inhalte können von Algorithmen benachteiligt oder durch Plattform-Regeln eingeschränkt werden.
Abhängigkeit von einer unsicheren Plattform: - Meta kann Reichweite und Sichtbarkeit jederzeit einschränken. Eine alternative Strategie ist wichtig, um unabhängig zu bleiben.
Glaubwürdigkeit & Werte: - Manche Organisationen möchten sich bewusst gegen Facebook & Instagram positionieren, um konsequent zu bleiben.
- Alternativen wie Mastodon, LinkedIn oder eigene Blogs können nachhaltiger sein.
Fazit:
Es gibt gute Gründe, Facebook & Instagram als Plattform für Aufklärung und Reichweite zu nutzen. Aber es gibt auch starke Argumente, sich abzugrenzen. Unsere momentane Entscheidung ist, die Kanäle strategisch zu nutzen und gleichzeitig die Aktuelles-Seite für laufende Informationen auf unserer Webeite stärker mit einzubinden.
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| | Der Fonds Sexueller Missbrauch soll erhalten bleiben | Der Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD enthält die Fortführung des Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) und des Ergänzenden Hilfesystems (EHS). Wir freuen uns sehr, dass der Protest vieler Vereine und Organisationen Früchte getragen hat!
Wir möchten, dass die nächste Bundesregierung beides fest unterstützt: - ein starkes Hilfesystem mit festen Strukturen, das lange bestehen bleibt
- ein Gesetz, das diese Hilfe dauerhaft sichert.
Wichtig ist auch: Die Angebote von FSM und EHS müssen für alle Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, leicht erreichbar und einfach nutzbar sein. |
| | Film im Cinema Münster | Das Cinema zeigt in Kooperation mit uns die Kino-Doku der Dokumentarfilmregisseurin Liz Wieskerstrauch ("Höllenleben") über Kindesmissbrauch in rituellen organisierten Gewaltstrukturen. Die Regisseurin ist anwesend. Donnerstag, 22. Mai um 18.30 im Cinema , Warendorfer Str. 45 – 47. Wir sind an dem Abend mit einem Infostand und für die Moderation & Fragen vor Ort. Aus der Ankündigung: Dieser investigative Film zeigt das Ausmaß organisierter ritueller Gewalt in Deutschland und wirft die drängende Frage auf, warum die Ermittlungen bislang in keinem einzigen Fall zu einer Anklage, geschweige denn zu einer Verurteilung geführt haben. Glaubt man den zahlreichen Opfern nicht? Wird schlampig ermittelt? Warum werden Verfahren so schnell eingestellt? Solange Gesellschaft, Justiz und Medien wegschauen, schützt das die Täter, die weiterhin unbehelligt Kinder malträtieren können. Triggerwarnung: Dieser Film zeigt keinerlei Bilder von Gewalt. Dennoch können Betroffene durch diese Berichte retraumatisiert werden. Auch nicht selbst Betroffene können von solchen Schilderungen schockiert sein. | | | |
| | Grundlagenseminar zum Thema "Sexualisierte Gewalt" | Im September bieten wir ein 2-tägiges Seminar in Münster an. | |
| | Rechtliche Hilfe - Kosten und finanzielle Unterstützung | Im Auftrag der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung (BKSF) wurde eine Handreichung erstellt. Darin steht, welche rechtlichen Schritte Betroffene nach sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend gehen können und welche Kosten dabei entstehen. Außerdem werden Möglichkeiten gezeigt, wie diese Kosten übernommen werden können. Es gibt Infos zu Unterstützung aus dem Strafrecht, Familienrecht und Sozialrecht. Die Handreichung gibt einen Überblick, ersetzt aber keine rechtliche Beratung. | |
| | Vorausdenker-Wettbewerb der LBS | Dank des starken Votings unserer Community haben wir 1.000 € für die Ausbildung unserer Therapiehündin Nila erhalten. Herzlichen Dank für Ihre und Eure starke Unterstützung! |
| | ...schon gewusst? Über unsere Webseite kann man ganz schnell Mitglied werden und den Verein mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von mindestens 35,00€ unterstützen. Einmal pro Jahr findet digital oder in Präsenz die Mitgliederversammlung statt. Ehrenamtliche Arbeit ist im Vorstand und bei der Kassenprüfung möglich. | |
| Impressum | Herausgeber und verantwortlich im Sinne § 7 TMG: Zartbitter Münster e.V. Astrid-Maria Kreyerhoff Hammer Straße 220 48153 Münster Tel. 02 51 - 41 40 555
Internet: www.zartbitter-muenster.de E-Mail: info@zartbitter-muenster.de
Redaktion: Kirsten Hansen Vereinsregister: Nr. 2872 am Amtsgericht Münster Vorstand: Dr. Christoph Muck, Christoph Heger, Rahel Krückels
Hinweise zu unserem Datenschutz.
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